Wanderbericht 02.05.2010 - "Leiningerland" PDF Drucken E-Mail

Pünktlich zur unserer Monatswanderung am 2.Mai haben die Metereologen einen Wetterwechsel angekündigt. Zunächst aber liess es sich noch gut an. Bei heiterem Wetter trafen sich 15 Wanderinnen und Wanderer um 8Uhr50 am Bahnhof in Edenkoben.

Mit der Bahn fuhren wir nach Bad Dürkheim. In DÜW ging es durch den Kurpark, über den Wurstmarktplatz vorbei an dem zur Zeit dort gastierenden Circus Krone, wo wir einige Löwen zu bewundern konnten. Dann kam der erste Anstieg des Tages hinauf zur Michaelis-Kapelle. Nach einer kurzer Verschnaufpause wanderten wir weiter über die Weinberge nach Leistadt. Bis jetzt war Sonnenschein unser steter Begleiter und wir konnten uns getrost unserer Jacken entledigen. Kurz hinter Leistadt, gab nochmal eine kurze Rast, während der unser neues Vereinsmitglied Günter Kikul seinen Einstand zelebrierte.  Den Restweg zum Ungeheuersee konnten wir dann leicht beschwingt zurücklegen. Nach der Mittagsrast in der PWV-Hütte am Ungeheuersee, klärte uns Wanderführer Heinz Rink über die Bedeutung des Sees auf. Leider hat auch inzwischen der angekündigte Wetterwechsel  stattgefunden Bis zu unserem nächsten Ziel, der PWV-Hütte an der Weilach, war jetzt Regen und Donnergrollen unser Begleiter. Für die Schlussetappe zum Bahnhof nach Bad Dürkheim hat sich Petrus aber gnädig mit uns gezeigt und so konnten wir ohne weiter naß zu werden die restlichen Kilometer zurücklegen.

Führung: Helga Kunze, Heinz Rink  Text: Wolfgang Renne

Wandergruppe Leiningerland

INFO zum Ungeheursee:

Der Ungeheursee liegt ca. 3Km südwestlich von Weisenheim am Berg in 359m Höhe und wurde erstmals 1599 erwähnt.. Er  wird von 2 Quellen gespeist und ist Teil des einzigen Hochmoores im Pfälzerwald. Der Uferbereich und die im See schwimmnden Inseln zeichnen sich durch Artenreiche Flora u.a. Orchideen und Wollgräser aus. Seit den 1930er Jahren ist der See als Naturdenkmal geschützt. Ein Ungeheuer, gibt es allerdings nicht im See. Der Name leitet sich von „Unger“, ein altes Wort für Waldweide ab.

Einer Legende nach, sollen die Bürger von Weisenheim während des 30jährigen Krieges (1618-1648) die Kirchenglocken im See versenkt haben, um sie vor marodierenden Banden zu schützen. Kirchenglocken waren auch zu jener Zeit schon ein beliebtes Beutegut, konnte man doch daraus wieder neue Kanonen gießen. Die Glocken wurden jedoch nie wieder gefunden. (Vergleich, hierzu die Sage vom „GruselmannsTal“ bei Edenkoben)Zur Rast lädt die am Rande des Sees gelegene Ungeheuseehütte ein. Es ist die ehrenamtlich bewirtschaftete PWV-Hütte der Ortsgruppe Weisenheim am Berg.

Geöffnet ist die Hütte an Sonntagen von Mitte März bis November, sowie an Feiertagen.

Text: Wolfgang Renne

Ungeheuersee